Ratgeber
Betriebserlaubnis verloren: Ersatz holen
Ein unscheinbares Blatt, das im Karton lag und beim Umzug verschwand. Ohne es wird der Verkauf mühsam und die Kontrolle unangenehm.
Zuletzt geprüft:
Kurz gesagt
Zuständig ist der Hersteller oder Importeur, nicht die Zulassungsstelle. Ein Ersatzdokument ist üblich und kostet meist eine kleine Gebühr. Bereit liegen sollten Fahrzeugidentifikationsnummer, Modell, Baujahr und ein Kaufbeleg.
Was das Blatt eigentlich ist
Ein E-Scooter darf im öffentlichen Verkehr fahren, weil sein Typ geprüft wurde. Der Nachweis heißt Allgemeine Betriebserlaubnis, kurz ABE, oder bei europäisch typgenehmigten Fahrzeugen Übereinstimmungsbescheinigung, kurz CoC.
Darauf stehen Hersteller, Typ, Fahrzeugidentifikationsnummer, die bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit und die Nummer der Genehmigung. Es ist das einzige Papier, das dein konkretes Fahrzeug mit der Prüfung verbindet.
Warum du sie brauchst
- Bei einer Verkehrskontrolle ist sie der Nachweis, dass der Scooter zugelassen ist. Führe sie mit oder halte wenigstens eine Kopie bereit.
- Beim Abschluss einer Versicherung werden die Fahrzeugdaten daraus abgefragt.
- Beim Verkauf will jeder vernünftige Käufer sie sehen. Ohne sie sinkt der Preis, und viele springen ab.
- Nach einem Unfall belegt sie, in welchem Zustand das Fahrzeug genehmigt wurde.
Ersatz beschaffen
Zuständig ist der Hersteller oder der Importeur, nicht die Zulassungsstelle und nicht die Versicherung. Ein Ersatzdokument ist üblich und kostet meist eine kleine Gebühr.
- Die Fahrzeugidentifikationsnummer am Fahrzeug ablesen. Wo sie steht, erklärt Rahmennummer am E-Scooter finden.
- Modellbezeichnung und Baujahr notieren, am besten mit einem Foto des Typenschilds.
- Den Hersteller anschreiben, Betreff Ersatz der Betriebserlaubnis, mit den Daten und einem Kaufbeleg.
- Ist der Scooter über einen Händler gekauft, geht es oft schneller über ihn.
Rechne mit einigen Tagen bis wenigen Wochen. Bei europäischen Marken ist es meist unkompliziert, bei Direktimporten ohne Vertretung in Deutschland kann es hakeln.
Wenn der Hersteller nicht mehr existiert
Das kommt vor, gerade bei den Marken der ersten Jahre. Dann bleibt der Weg über die Genehmigungsnummer, sofern du sie irgendwo hast, etwa auf dem Typenschild, auf der Rechnung, in der Bedienungsanleitung oder in einer alten Bestellbestätigung.
Führt auch das nicht weiter, ist das Fahrzeug praktisch nicht mehr sauber veräußerbar. Fahren darfst du es weiter, solange es genehmigt ist. Nachweisen kannst du es nur schlechter.
Damit es nicht wieder passiert
Fotografiere die Betriebserlaubnis und lege sie dorthin, wo du sie in zwei Jahren wiederfindest. Ein Foto auf dem Telefon reicht für die Kontrolle nicht immer aus, für die Nachbestellung aber allemal, denn darauf steht alles, was der Hersteller wissen will.
Genau dafür gibt es in deinem Konto die Ablage für Unterlagen. Betriebserlaubnis, Kaufbeleg und Fotos liegen dort zusammen und sind auch dann noch da, wenn der Ordner im Keller steht und der Keller leer ist.
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